Heiß diskutiert, von manchen für überbewertet eingeschätzt, streng nach dem Motto „Don't judge a book by its cover!“ Wieder andere halten das Cover für beinahe wichtiger als den Inhalt selbst. Zumindest, wenn es darum geht, die Aufmerksamkeit des Käufers auf das eigene Werk zu lenken. Es scheint nachweislich verkaufsfördernd zu sein, wenn das Cover die folgenden Voraussetzungen erfüllt:
- Die Aufmachung des Covers muss im Trend liegen. Klar, denn die Wenigsten werden wohl nach altmodischem Zeugs Ausschau halten.
- Durch das Cover muss auf den ersten Blick das Genre erkennbar sein. Leuchtet ein. Sieht das Titelbild nach einem Liebesroman aus, der Leser fährt jedoch auf Krimis ab, dann wird er enttäuscht sein.
- Das Cover darf keinen weißen Hintergrund haben oder einen weißen Rand, damit es in Internetshops optimal präsentiert werden kann. Viele Shops haben einen weißen Hintergrund. Weiß auf weiß - schlecht. Auch das ist einleuchtend.
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Es gibt noch viele Punkte, die unbedingt zu beachten sind. Doch ist es wirklich zwingend notwendig, sich an die ganzen Empfehlungen zu halten? Muss man - trotz nachweislicher Verkaufsförderung durch die Erfüllung bestimmter Kriterien - unbedingt darauf hören? Die Frage ist sicherlich leicht zu beantworten, wenn man ausschließlich an Verkaufszahlen denkt. Doch was ist mit Individualismus? Was, wenn ich mich abheben will von der Masse? Wie gestalte ich mein Cover, wenn ich eigene, also neue, Wege beschreiten möchte? Unabhängig vom monetären Erfolg?
Ich bin der Ansicht (sofern man nicht gezwungen ist, vom Autorendasein seinen Lebensunterhalt zu bestreiten), sollte man ruhig von der Norm abweichen und mutig sein. Letztendlich muss mir als Verfasser eines Romans das Cover ebenso gut gefallen wie der Text selbst.