Gerne beantworte ich Fragen, die mir gestellt werden und nicht zu sehr ins Persönliche gehen. Was darunter genau zu verstehen ist, entscheide ich von Fall zu Fall. Mit Sicherheit kann ich jedoch sagen: Ich werde keine Fragen beantworten, die vom Bücherthema, Schreiben, Lesen, Literatur im Allgemeinen, abweichen. Außerdem bitte ich, meinen Hinweis unter Kontaktaufnahme zu lesen, bevor Sie mir auf schriftlichem Wege Fragen stellen.
diehuelle.de - Wieso haben Sie Ihre Literaturseite so genannt?
Das hat mehrere Gründe. Zum einen ist der (Schutz-) Umschlag eines Buches nichts anderes als eine Hülle, zum anderen ist auch das Cover eines Taschenbuches oder eines ebooks in gewissem Sinne eine Hülle. Hinzu kommt der Hintergrund der Website. Auch dieser ist eine (Klarsicht-) Hülle, also ein klassischer Aufbewahrungsort für ein wichtiges Dokument, das möglicherweise die nächste Romanidee beinhaltet.
Liegt Ihnen unter Ihren eigenen Texten einer besonders am Herz?
Ja. Tatsächlich mag ich den Bestatterroman „Sardowski - Die Geschichte einer Trauergemeinschaft“ besonders gern. Warum das so ist, kann ich gar nicht ganz genau sagen. Vielleicht liegt es daran, dass die Recherche zur hygienischen Leichenversorgung hoch interessant war, obwohl das in dem Roman eine eher untergeordnete Rolle spielt.
Nutzen Sie zum Schreiben ChatGPT?
Nein. Weder zum Schreiben, noch zur Korrektor oder Recherche. Ich nutze außerdem auch keine andere KI/AI, mit Ausnahme einiger Versuche, die mich bisher jedoch nicht gänzlich überzeugt haben. Abgesehen davon, macht mir sowohl das Recherchieren, das Schreiben, als auch das spätere Überarbeiten meiner Texte zu viel Freude, um sie einer Maschine zu überlassen. Menschliches Feedback halte ich für wertvoller, auch im Bezug auf die sozialen Kontakte, die dadurch zwangsläufig gefördert werden.
Stehen Sie als Testleser zur Verfügung?
Ich halte Testleser für unerlässlich. Seit Jahren schwöre ich auf meine eigenen Testleser und bin daher gern bereit, andere Romane oder Kurzgeschichten zu lesen und zu kommentieren. Allerdings hängt das immer vom Einzelfall ab und davon, wie viel Zeit ich gerade erübrigen möchte. Die konkrete Antwort ist daher: Generell ja.
Veröffentlichen Sie auch unsere Literaturveranstaltung auf Ihrer Seite „Aktuelles“?
Es kommt ganz darauf an. Gerne schaue ich mir die Informationen zu Ihrer Veranstaltung an. Ob ich sie dann in meine Liste aufnehmen werde, entscheide ich individuell.
Wann erscheinen weitere Titel von Susanne Kowalsky?
Derzeit (Stand: Februar 2025) arbeite ich an einem dystopischen Thriller, der nach heutiger Einschätzung nicht vor 2026 veröffentlicht werden kann. Um die Zeit bis dahin ein wenig zu verkürzen, plane ich eine zweite Kurzgeschichtensammlung. Allerdings kann ich noch nicht abschätzen, wann ich diese Geschichten tatsächlich präsentieren werde.
Wann wird „Der Bahnhof “ als ebook erscheinen?
Die einfache Antwort darauf lautet: nie. Wieso? Weil ich glaube, dass „Der Bahnhof“ in die Kategorie erste Gehversuche gehört. Würde ich diesen Gruselroman neu aufbereiten, heraus käme ein vollkommen anderes Werk mit detaillierter ausgearbeiteten Figuren und einem spannenderen Plot. Selbiges gilt im Übrigen für „Die Schweinewiese“.
Warum gendern Sie nicht?
Die Beantwortung dieser Frage ergibt sich beinahe schon von selbst. Zudem denke ich, dass das Thema mittlerweile ausdiskutiert ist. Ich habe jedenfalls weder in persönlichen Gesprächen noch in der Öffentlichkeit oder im Netz neue Argumente dafür oder dagegen gefunden.
Eine weitere Diskussion zu dem Thema lehne ich ab, denn das ist für mich so, als würde es eine Debatte darum geben, ob die Erde nicht doch eine flache Scheibe ist.
Warum gibt es für „Der Bahnhof“ und „Hoch hinaus wollte ich“ zwei Veröffentlichungstermine?
Das liegt bei „Der Bahnhof“ daran, dass die Ursprungsversion bei einem Verlag erschienen war, der mittlerweile insolvent ist. Die Neuauflage habe ich von Grund auf bearbeitet und ihr ein neues Cover verpasst.
„Hoch hinaus wollte ich“ erschien mir wert, auch als ebook angeboten zu werden. Ich habe den Roman überarbeitet, das Vorwort geändert und einigen Formulierungen eine Kosmetik verpasst. Des Weiteren fehlt in der Taschenbuchversion eine kleine Passage, die im Probedruck noch vorhanden war. Diese Stelle habe ich ins ebook wieder mit aufgenommen.
Warum ist die Kurzgeschichtensammlung „Die Hülle“ nicht mehr erhältlich?
Mit dieser Sammlung verhält es sich ähnlich wie bei meinen Erstlingswerken. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war ich vom Unterhaltungswert meiner kurzen Geschichten überzeugt. Mit zunehmender Schreiberfahrung habe ich erkannt, dass der Stil dann doch zu wünschen übrig ließ und ich mich im Laufe der Zeit selbst fragen musste, was ich mit den Texten eigentlich zum Ausdruck bringen wollte. Ich habe keine Antwort darauf gefunden und daher diese Sammlung eingestampft.
Wie gehen Sie mit Kritik um?
In der Regel freue ich mich über Kritik, denn das setzt voraus, dass sich jemand mit meinem Werk beschäftigt. Selbstverständlich nehme ich mir Kritik auch zu Herzen. Das heißt, ich denke darüber nach und wenn ich zu demselben Schluss komme, wie der Kritiker, werde ich das beim Schreiben einer zukünftigen Geschichte berücksichtigen.
Kritik, die sich auf Geschmack bezieht oder auf Marketingstrategien, die nicht evident sind, nehme ich zwar zur Kenntnis, setze sie jedoch nicht um. Allerdings kann auch diese Kritik nicht schaden und wer weiß? Vielleicht ändere ich in dem einen oder anderen Punkt ja sogar meine Meinung.
Wie viele Schreibratgeber haben Sie bisher gelesen?
Keinen einzigen. Ich glaube an learning bei doing, nehme selbstverständlich Rat an, sei es auf persönlichem Wege oder aus von mir geschätzten Literaturforen und lerne sehr viel aus der (unregelmäßigen) Zusammenarbeit mit meinen Testlesern. Schreibkurse erachte ich als sinnvoll, habe bisher aber noch keinen gefunden, der sowohl in meiner Wohnortnähe stattfindet als auch (für mich) bezahlbar ist. Qualität hat ihren Preis. Darum halte ich auch nichts von Kursen „für lau“.
Wird „Er war kein Bergsteiger“ in absehbarer Zukunft auch als ebook veröffentlicht?
Da bin ich mir noch nicht sicher. Das liegt jedoch daran, dass auch Bildmaterial im Taschenbuch vorhanden ist und ich mir noch nicht im Klaren darüber bin, ob ich die einzigartigen Bilder von unter Tage sinnvoll ins ebook einbinden kann. Sollte ich den Schritt wagen, werde ich im Vorwort vermutlich noch etwas über meinen Vater sagen, der im März 2020 verstorben ist.